UNA Nettersheim

Mittwoch, 13. November 2019
Fahrbahn wird auf sechs Meter verbreitert

Die Kreisstraße 39 zwischen Schönau und Holzmülheim bleibt noch bis Spätherbst gesperrt.

Schönau/Holzmülheim. Im Spätsommer des vergangenen Jahres hatte der Kreis Euskirchen eine Straßenbau-Maßnahme angekündigt: Vom 27. August 2018 bis zum 31. März 2019 sollte die Kreisstraße 39 zwischen Schönau und Holzmülheim gesperrt sein, um eine Brücke über die Erft abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen.

Eigentlich kein großes Ding, da es sich um eine eher kleine Brücke an einem untergeordneten Verkehrsweg handelt. Und dennoch: Die Arbeiten an der K 39 sind noch nicht abgeschlossen, und die Fahrbahn ist immer noch für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Größerer Umweg

Autofahrer, die die Strecke als Zubringer in Richtung Autobahn 1 oder in RichtungNettersheim und Kall nutzen, fuchst das schon seit längerem. Und das vor allem deshalb, weil sich in den vergangenen Monaten so gut wie nichts mehr an der Baustelle im idyllischen Erfttal getan hat.

Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet das nun schon seit fast einem Jahr, dass sie einen größeren Umweg über die Landstraßen 165 und 194 - sprich: über Eicherscheid und Witscheiderhof - in Kauf nehmen müssen. Und das wird auch noch einige Monate so sein, wie Wolfgang Andres, Pressesprecher des Kreises Euskirchen, auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte.

Er bestätigte zwar, dass der Brückenneubau in der geplanten Zeit realisiert worden sei, die Gesamtmaßnahme aber noch ein paar Monate in Anspruch nehmen werde. Konkret ist die Brücke über die Erft von Ende August 2018 bis Ende März 2019 abgerissen und neu aufgebaut worden. Die Kosten für die Arbeiten betrugen rund 480.000 Euro. Aus Landesmitteln erhält der Kreis für die Maßnahme eine Förderung von 60 Prozent.

Abgeschlossen ist auch der Straßenausbau im ortsnahen Bereich von Schönau. Von der Einmündung in die Langscheider Straße wurde die K 39 auf einer Länge von 250 Metern in Richtung Holzmülheim erneuert. Dabei wurde der Fahrbahnbelag zehn Zentimeter tief abgefräst, dann eine neue Asphaltdeckschicht aufgebracht.

Genau das soll nun auch im weiteren Verlauf der Straße auf einer Gesamtlänge von rund 780 Metern passieren. Auf dieser Strecke ist laut Wolfgang Andres ein so genannter Vollausbau vorgesehen. „Aus verkehrstechnischen Gründen wird die neue Fahrbahn in einer Breite von sechs Metern mit beidseitigem Bankett hergestellt“, teilte der Kreis-Pressesprecher mit. Bislangwar es so, dass es im Begegnungsverkehr von Lkw und Pkw oder von zwei Lkw oder Omnibussen eng und gefährlich werden konnte.

Nach Andres’ Worten beginnen diese Arbeiten am 15. Juli. Sie werden voraussichtlich bis Oktober/November dauern. Die Kosten beziffert der Kreis mit rund 850.000 Euro, wobei die Landesförderung auch hier bei 60 Prozent liegt.

Dass sich jetzt einige Monate nichts auf der K 39 getan hat, führt Wolfgang Andres auf „ökologische Gründe“ zurück. Konkret hätten die Arbeiten aufgrund von Vogel- und Amphibienschutz geruht.

Zwischenzeitlich habe der Bauhof des Kreises aber mit dem Entfernen von Totholz aus den Alleebäumen, die an der K 39 stehen, begonnen.

Schützenswerte Bäume

Geschädigte Bäume seien auch bereits entfernt worden. Sie würden durch Neuanpflanzungen ersetzt, so der Kreis-Pressesprecher weiter. Aufgrund des schützenwerten Baumbestandes werde die neue Trasse durch die Verbreiterung etwas zum nördlichen Rand hin verschoben. Zudem sollen Verkehrsteilnehmer wie Bäume mit einer durchgehenden Leitplanke geschützt werden.
Wenn alles nach Plan läuft, dann könnte die sanierte K 39 im November wieder befahrbar sein.


Kölner Stadtanzeiger vom 08.07.2019 - Von Günter Zumbé

 

 
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