UNA Nettersheim

Mittwoch, 13. November 2019
Waldkindergarten statt Zeltplatz

Nettersheimer wollen in einem Jahr an den Start gehen.

Nettersheim. Immer größere Verbreitung finden die Waldkindergärten. Seit 2011 gibt es diese Einrichtung im Freilichtmuseum Kommern, zum neuen Kindergartenjahr startet einer in Schleiden, in Kall wird eine Installation in Erwägung gezogen. Auch Nettersheim wird bald über eine derartige Einrichtung verfügen. Einstimmig hat der Rat den entsprechenden Plan der Verwaltung abgesegnet. Als geeignete Örtlichkeit käme der Jugendzeltplatz im Rosenthal in Betracht, teilte Bürgermeister Wilfried Pracht (CDU) mit.

Zwei Kindergartengruppen könnten angeboten werden. Dass Bedarf für weitere Kindergartenplätze in Nettersheim und Zingsheim bestehe, sei bereits im Schulausschuss mitgeteilt worden, erinnerte Pracht.

Neuer Platz für Erlebniscamp

Mit dem Landschaftsverband und dem Jugendamt habe es bereits eine Ortsbesichtigung gegeben. Auch diese Institutionen würden die Idee befürworten. Der Aufbau könne mit einer hundertprozentigen Förderung realisiert werden, so Pracht. Ein Jahr solle die Realisierung in Anspruch nehmen.

„Ich glaube, das wird abermals ein Grund für Familien sein hierherzuziehen“, so Pracht. Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser seien auf dem Zeltplatz vorhanden. Darüber hinaus seien genügend Räumlichkeiten da, um die Kinder vor dem rauen Wetter zu schützen, ergänzte er.

Seit zehn Jahren gibt es den Jugendzeltplatz, der für 80 Personen konzipiert ist. Mitunter sei die Fläche von verschiedenen Gruppen belegt worden, was zu Problemen geführt habe. Immer wieder, so berichtete Pracht, habe es Beschwerden der Anwohner über laute Musik nach 22 Uhr gegeben. Zudem sei es nicht gelungen, den Zeltplatz wirtschaftlich zu betreiben. „Diese Einrichtung hat nicht so einen Erfolg gehabt wie zum Beispiel das Eifelhaus“ bedauerte er.

„Wir schlagen damit mehrere Fliegen mit einer Klappe“, sagte Franz-Josef Hilger (UNA). Nicht nur, dass das Problem mit den Ruhestörungen gelöst werden könne. „So eine Einrichtung hätte schon lange in unsere Gemeinde gehört“, sagte er.

Ob es eine Möglichkeit gebe, einen alternativen Standort für den Jugendzeltplatz zu finden, fragte CDU-Fraktionschef Guido Kurth. Pracht verwies auf eine Fläche zwischen Nettersheim und Zingsheim, die der Gemeinde gehöre. „Dort verläuft die Wasserleitung“, skizzierte er Erschließungsmöglichkeiten.

Dass der Jugendzeltplatz in das Projekt „Fitnessstudio Natur“ eingebunden ist, hält Norbert Crump, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, nicht für ein Hindernis. Zwischenzeitlich war bekannt geworden, dass das Land dieses Vorhaben mit 1,3 Millionen Euro fördern wird. Im Konzept sollte der Jugendzeltplatz zum Erlebniscamp mit zwei geologischen Werkstätten ausgebaut werden. „Dafür werden wir einen anderen Standort finden“, kündigte Crump an.


Kölner Stadtanzeiger vom 07.08.2019 - Von Stephan Everling

 
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