Der Wald im (Klima-) Wandel

Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr – seine Auswirkungen sind auch bei uns in Nettersheim deutlich messbar. Im Rahmen eines internen Seminars der UNA Nettersheim haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie sich unser Wald verändert und welche Bedeutung ihm in Zeiten steigender Temperaturen zukommt.

Anhand aktueller Klimadiagramme wurde deutlich, dass die durchschnittlichen Temperaturen auch in unserer Region kontinuierlich steigen. Gleichzeitig nehmen Trockenperioden zu, während sich Niederschläge zeitlich ungleichmäßiger verteilen. Diese Entwicklungen stellen den Wald vor große Herausforderungen und beeinflussen Baumarten, Bodenqualität und Wasserverfügbarkeit.

Ein besonderer Fokus lag auf der Verdunstungsleistung von Bäumen, insbesondere von Laubbäumen wie der Buche. Intakte Buchenwälder können durch Verdunstung und Beschattung das lokale Klima spürbar regulieren. An heißen Sommertagen sorgen sie für kühlere Temperaturen, höhere Luftfeuchtigkeit und ein insgesamt angenehmeres Mikroklima – ein Effekt, der nicht nur für den Wald selbst, sondern auch für den Menschen von großer Bedeutung ist.

Darüber hinaus wurde aufgezeigt, welche positiven Auswirkungen gesunde, strukturreiche Wälder haben: Sie speichern Wasser, binden CO₂, schützen Böden vor Erosion und bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze und Extremwetterereignisse sind stabile Waldökosysteme ein wichtiger natürlicher Schutzfaktor.

Die Veranstaltung machte deutlich: Der Wald befindet sich im Wandel – und unser Wissen über diese Veränderungen ist entscheidend, um verantwortungsvoll mit ihm umzugehen. Ein zukunftsfähiger Wald braucht langfristiges Denken, angepasste Bewirtschaftung und das gemeinsame Engagement für seinen Erhalt.