Der Gemeinderat befasst sich in seiner Sitzung am 12.05.2026 mit dem aktuellen Quartalsbericht zur Haushaltswirtschaft. Die vorliegenden Zahlen machen deutlich, dass die finanzielle Entwicklung der Gemeinde in den kommenden Monaten mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist.
Wesentliche Punkte des Berichts
Die aktuelle Prognose geht von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 4,1 Mio. Euro aus. Damit fällt das erwartete Defizit deutlich höher aus als ursprünglich geplant; im Haushalt waren zunächst 2,25 Mio. Euro veranschlagt.
Ein wesentlicher Belastungsfaktor sind die rückläufigen Gewerbesteuererträge. Hier wird derzeit mit Mindererträgen von etwa 1,44 Mio. Euro gerechnet.
Weitere Einflussfaktoren
Auch bei den Grundstücksverkäufen wird aufgrund der aktuellen Marktlage und der allgemeinen Preisentwicklung mit geringeren Erlösen gerechnet. Nach derzeitiger Einschätzung liegen diese um rund 300.000 Euro unter den bisherigen Erwartungen.
Im Bereich Soziales und Flüchtlingsunterbringung führen Veränderungen bei den Zuweisungsverhältnissen zu geringeren Mieteinnahmen. Diese Entwicklung kann teilweise durch höhere Kostenerstattungen des Landes ausgeglichen werden.
Zusätzlich belasten steigende allgemeine Kosten, höhere Energiepreise sowie notwendige Investitionen in die kommunale Infrastruktur den Haushalt. Dazu zählen unter anderem Ausgaben für die Straßenbeleuchtung und weitere laufende Aufgaben der Gemeinde.
Ausblick
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ist nach aktuellem Stand im weiteren Jahresverlauf die Aufstellung eines Nachtragshaushalts für 2026 wahrscheinlich. Darüber hinaus wird zu beraten sein, ob zusätzliche Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung erforderlich werden.
Quelle: Vorlage 145/XII L. im Ratsinformationssystem der Gemeinde Nettersheim
